Ernst von Salomon (1902 – 1972)

Ernst von Salomon 1920

Ernst von Salomon 1920

„Jene Achtlosigkeit auf das, was unter unseren Augen vorgeht, und die künstliche Ableitung der allenfalls entstandenen Aufmerksamkeit auf andere Gegenstände wäre das Erwünschteste, was einem Feind unserer Selbständigkeit begegnen könnte. Ist er sicher. daß wir uns bei keinem Dinge etwas denken, so kann er eben, wie mit leblosen Werkzeugen, alles mit uns vornehmen, was er will; die Gedankenlosigkeit eben ist es, die sich an alles gewöhnt, wo aber der klare und umfassende Gedanke, und in diesem das Bild dessen, was sein sollte, immerfort wachsam bleibt, da kommt es zu keiner Gewöhnung.“
(Fichte: 12. Rede an die Nation)

„Ich schreibe jetzt, weil ich eine Zeit überbrücken will, bis wieder die Möglichkeit besteht, anständige Filme zu machen, und weil ich was gegen die Amerikaner habe, und das muß heraus, sonst platze ich.“ Was dabei herauskam, war „Der Fragebogen“ von 1951, und er wurde zum letzten nicht-linken Bestseller deutscher Sprache. Ernst von Salomon schrieb in ihm die Geschichte der ersten fünfzig Jahre dieses Jahrhunderts, das „Wie-es-gewesen“-ist, einen – im Sinne Theodor Lessings – „Teppich, geknüpft aus Fäden aller Art“. Mit bitterbösem Zynismus führte er durch seine Ausführlichkeit – wobei das Buch gegenüber dem Manuskript noch um ein Siebtel gekürzt worden war – den Entnazifizierungsfragebogen der Amerikaner ad absurdum und setzte gleichzeitig zum Kampf um die Nation nach der zweiten deutschen Niederlage in diesem Jahrhundert an, den er schon nach der ersten so vehement begonnen hatte. Das Buch wurde zum „publikumswirksamsten Versuch. den geistigen Genozid abzuwenden“ (H.-D. Sander), der die Deutschen nach 1945 ungleich vehementer bedrohte als nach 1918.

Damals schon hatte Ernst von Salomon auf sich aufmerksam gemacht, zunächst durch Taten in den Reihen der „Phantasten der Tat“, wie sie Herbert Cysarz einst genannt hat, und seit 1930 durch eine Trilogie des deutschen Nachkrieges. Nichts anderes hatte ihn hier schon zur Niederschrift veranlaßt, als was ihn zum „Fragebogen“ zwang: die Suche nach der eigenen und nach der Identität der Deutschen, die sich nur durch die Erzählung finden lassen konnte. Selbst wer zur Zeit des „Neuen Nationalismus“, wie die Vertreter der „Konservativen Revolution“ um Salomon sich selbst nannten. noch um seine literarisch verbrämten Paukenschläge herumgekommen war, den „Fragebogen“ konnte keiner umgehen. Er stand als Monument souveränen deutschen Daseinsanspruches jeder ideologisch und geschichtsphilosophisch hergeleiteten Geschichtsschreibung und Identitätssetzung im – nach 1945 für jeden offensichtlich gewordenen – Weltbürgerkrieg entgegen. Er demaskierte die heilsgeschichtlich begründeten Legitimationen und die auf ihnen gründende Pauschal- und Kausalgeschichtsschreibung. Ernst von Salomon reklamierte damit erfolgreich für sich, wie er gegenüber Alfred Kantorowicz erklärte, dem Kollektivsubjekt der „Deutschen“ Stimme und damit Anspruch auf eigene Existenz zu verleihen: „Heute bin ich ein Vertreter der fünften Zone, der deutschen Zone, der Deutschen, die in der Zerstreuung leben wie die Juden. Wollen Sie etwas davon wissen? Der – täuschen wir uns nicht – weitaus größere Teil der Deutschen, der heute stumm ist, abwartend, mißtrauisch, angegriffen, ohne sich verteidigen zu können, wo er wirklich Verantwortung trug, kann nicht einfach als nichtexistent betrachtet werden. Ich habe das Glück, nicht zu diesen zu gehören, und von ihnen gehört zu werden.“

Ernst von Salomon als Kadett

Ernst von Salomon als Kadett

Preuße und Freiwilliger

Ernst von Salomon wurde am 25. September 1902 im damals preußischen Kiel als zweiter von vier Söhnen des Königlichen Kriminal-Kommissars Felix von Salomon geboren. Die Familie Salomon stammte eigentlich aus Venedig, zog im Laufe der Jahrhunderte jedoch über Burgund ins Elsaß, von wo sie im Zuge der Französischen Revolution an den Niederrhein nach Geldern kam. Was Ernst von Salomon jedoch prägte, war Preußen und wieder Preußen. Nicht der preußische Staat, nicht eine preußische Philosophie, sondern die preußische Haltung, die Strenge gegen sich selbst, die preußischen Tugenden und nicht zuletzt der „Preußische Sozialismus“. Um diesen Staatsgeist Preußens drehte sich sein ganzes Leben; er war Salomons Ziehvater, sein Mythos, sein Ziel, und nicht zuletzt sein Surrogat für die zerstörte deutsche Identität: „Wenn ich nicht durch Staatsangehörigkeit Preuße geworden wäre, dann wäre ich es durch Wahl.“ Heimat bedeutete ihm nichts, Identität alles. Dazu trug neben dem Elternhaus vor allem seine Erziehung im Königlich-Preußischen Kadetten-Vorkorps bei, wo er elfjährig in die Fußstapfen seines Bruders Bruno trat, der später mit Heinrich Mann die sogenannte „Emigranten-Volksfront“ gründen sollte. Hier lernten die Kadetten staatliche Tugenden, bis sie durch Erlaß der alliierten Machthaber in Deutschland Ende 1918 in den tobenden Bürgerkrieg hineingeworfen wurden.

Zutiefst enttäuscht über die sich zwar revolutionär gebärdenden, der Besetzung Deutschlands gegenüber jedoch lethargischen Arbeiter- und Bauernräte trat Ernst von Salomon als einer der ersten Kadetten unmittelbar nach dem Aufruf Noskes zur Bildung von Freiwilligenverbänden im Januar 1919 ins Freiwillige Landesjägerkorps „General Maercker“ ein. Auf Seiten der Sozialdemokraten glaubte er, unter deren offiziell propagierter Bürgerkriegs-Parole „Kampf dem Bolschewismus“ den Staat gegen die internationalistischen Bestrebungen der Bolschewisten zu schützen. Die gleichfalls staatsauflösenden Tendenzen des liberalen Parteienstaates blieben den Freikorpskämpfern zunächst verborgen, und so ließen sie sich zum ersten Male zu Zwekken mißbrauchen. die nicht die ihren waren, die ihrem Staatsdenken geradezu entgegenliefen. Sie schlugen im Auftrag der selbsternannten Regierung kommunistische Aufstände nieder, übten widerwärtigste Polizeiaktionen aus und wurden ungewollt und unwissentlich zu Parteigängern und zum Machtbegründungsinstrument einer ideologisch bestimmten Bürgerkriegspartei im Ringen um die Macht in Deutschland. In Weimar zum Schutze der „Nationalversammlung“ eingesetzt, merkte Salomon jedoch erstmals, daß er hier fehl am Platze war: „Wo war Deutschland? In Weimar, in Berlin? Einmal war es an der Front, aber die Front zerfiel. Dann sollte es in der Heimat sein, aber die Heimat trog. Es tönte in Lied und Rede, aber der Ton war falsch. Man sprach vom Vater- und Mutterland, aber das hatte der Neger auch. Wo war Deutschland? War es beim Volk? Aber das schrie nach Brot und wählte seine dicken Bäuche. War es der Staat? Doch der Staat suchte geschwätzig seine Form und fand sie im Verzicht.“

Im Nachkrieg

Verzichten aber wollte von Salomon nicht, wenngleich er auch nicht zu formulieren wußte, was er wollte: „Nicht das war wichtig, daß, was wir taten, sich als recht erwies, sondern daß in diesen aufgeschlossenen Tagen überhaupt gehandelt wurde.“ So desertierte er ins Baltikum, wo erstmals seit dem Kriege deutsche Truppen wieder auf dem Vormarsch waren. Ernst von Salomon glaubte, Deutschland an der Front zu finden, doch diese Front war keine deutsche: die deutschen Truppen kämpften im Auftrag der Engländer gegen die Bolschewisten um die Sicherung des Nachkriegs-Status quo. Das begriffen sie indes erst, als die Engländer ihnen ob ihrer Erfolge in den Arm fielen und die deutsche Regierung sie fallen ließ und ächtete. Da eskalierte ihr Idealismus und wurde zum Exzeß. Die Anerkennung des Versailler Diktatfriedens machte sie innerlich frei: „Nun fühlten wir uns als die letzten Deutschen überhaupt … Wir konnten uns dem Vaterland nicht verpflichtet fühlen, weil wir es nicht mehr achten zu können glaubten. Wir konnten das Vaterland nicht achten, weil wir die Nation liebten.“ Sie sahen sich als die letzten Deutschen überhaupt, desertierten erneut, gründeten unter weißrussischem Oberbefehl die Deutsche Legion, wurden irregulär, kämpften und mordeten ohne Idee und ohne Ziel, bis sie sich – ohne Nachschub an Material und Menschen – geschlagen und verbittert um die Jahreswende 1919/20 ins Reich zurückziehen mußten. Hier aber erwartete sie Undank, Mißtrauen, ideologischer Haß und die Auflösung.

So kam es, daß sie sich Kapp zur Verfügung stellten, als dieser ohne Vorbereitung und völlig unzulänglich zu putschen versuchte. Als nach dem zwangsläufigen Scheitern dieses Putsches die Gewerkrschaften unter kommunistischen und internationalistischen Parolen erneut die Macht in Deutschland zu übernehmen versuchten, ließ sich der Leutnant von Salomon erneut mißbrauchen, indem er als Zeitfreiwilliger in den Reihen der Reichswehr half, das Ruhrgebiet zu säubern.

Unterdessen hatte sich Brigadeführer Kapitän Ehrhardt mit der Reichswehr arrangiert und in ihrem Auftrag im Geheimen den Vorläufer der „Abwehr“ gegründet. Und in diese „Organisation Consul“, die nie in dem ihr zugedichteten Rahmen existiert hat, trieb es Ernst von Salomon in dem Irrglauben, in dieser geheimen Widerstands- und Terrororganisation gegen die französischen Besatzer und die deutschen Kollaborateure die Republik untergraben zu können.

Unterbrochen nur durch die Kämpfe um Oberschlesien im Sommer 1921, wo die Franzosen durch die Unterstützung Kongreßpolens versuchten, Deutschland auch vom Osten her zu schwächen, verselbständigten sich diese Widerstandskämpfer immer mehr und entglitten der Kontrolle Ehrhardts und der Reichswehr. Enttäuscht und desillusioniert über die Unzulänglichkeit des liberalen Staates zur Kollektivbildung und die ideologische Spaltung der Nation. steigerten sie sich in den Irrglauben, eine angeblich objektiv faßbare Einheit wie die des Volkes müsse und werde eine subjektive Einheit der Deutschen erzwingen. So verrannten sie sich in die Idee. durch politische Morde die Republik zu destabilisieren und zugleich die Grundlagen für eine „nationale Revolution“ zu legen. Es trieb sie das Gefühl der „Pflicht zum Staat“ (Carl Schmitt), eines Staates, der in der Lage sein sollte, seine Aufgabe als Neutralisationsebene der vielfältigen Parteiungen der Deutschen bis hin zum ideologisch fundierten Bürgerkrieg zu erfüllen.Die Angeklagten im Rathenau-Prozeß

Diese Aktionen gegen zufällige Ziele. die doch eigentlich die „wirtschaftlichen Gesetze“ und ihre staatsauflösenden Tendenzen zu treffen beabsichtigten, begannen mit Attentaten gegen Gareis, Erzberger und Scheidemann und gipfelten am 24. Juni 1922 im Mord an Walther Rathenau, zu dem Ernst von Salomon nicht unwesentlich beigetragen hatte. In dem Juden Rathenau, der doch eigentlich „von vornherein auf der Seite seiner Gegner“ stand (Harry Graf Kessler), hatten sie geglaubt – und wurden darin von skrupellosen und zumeist deutsch-völkischen Parteipolitikern unterstützt –, den einzig begnadeten Vertreter des Liberalismus zu erkennen, welcher der Republik Stabilität verleihen könnte und dies zum Schaden der Deutschen und zum Nutzen des internationalen Wirtschaftsimperialismus mißbrauchen würde. Aber eigentlich redeten sie sich mehr oder weniger wissentlich nur etwas ein: „Es war die Demokratie, es war die politische Begründung, die wir suchten. Für uns war der Krieg nicht aus, für uns war die Revolution nicht beendet.“

Werden eines Schriftstellers

Zu spät hatte Ernst von Salomon erkannt, daß dies nicht nur ein fataler und sträflicher Irrtum gewesen war, schon weil der politische Mord in der Zeit der Entpersönlichung der Politik eine veraltete Methode war, sondern daß er mit dem Mord auch gegen sein eigenes Gesetz, das Preußentum. verstoßen hatte. Wegen Beihilfe zu fünf Jahren Zuchthaus und zu weiteren fünf Jahren Ehrverlust verurteilt, – hinzukommen sollte 1927 eine weitere Verurteilung wegen eines Fememordversuches –, wurde die Zelle gleichwohl fruchtbar für ihn. Hier löste er sich von den völkischen und ideologischen Verblendungen, begann, durch eifrige Lektüre und durch etste Niederschriften, mit der Suche nach sich selbst.

Weihnachten 1927 aufgrund einer Amnestie freigelassen, stieß er unmittelbar in Berlin zum „Salon Salinger“ (Albrecht Haushofer, Hans Zehrer, Erwin Topf, Friedrich Hielscher u. a.) und in die Kreise des „Neuen Nationalismus“, wurde Schriftleiter des „Vormarsch“ und geriet über seinen Bruder Bruno in die revolutionär-romantische Schleswig-Holsteinische Landvolkbewegung. der Hans Fallada in seinem Roman „Bauern, Bonzen und Bomben“ ein Denkmal gesetzt hat. Eigentlich war es eine Flucht aus der geistigen Selbstbezogenheit, weg von den Verschwörungen am Teetisch, die Ernst von Salomon dorthin trieben. Mit dem Versuch eines attentatsähnlichen Bombenanschlags auf den Reichstag im September 1929 fand auch diese Episode ihren Abschluß.

Von September bis Dezember 1929 in Moabit inhaftiert. schrieb Ernst von Salomon unter hartnäckigem Zusetzen von Ernst Rowohlt, der in Salomon den künftigen Erfolgsautor witterte, sein erstes Buch: „Die Geächteten“. Diese Autobiographie. „die zugleich so etwas wie eine Selbstbiographie der ganzen Zeit ist“ (Paul Fechter), verdiente, wie Ernst Jünger in einer Besprechung schrieb, schon deshalb gelesen zu werden, „weil es das Schicksal der wertvollsten Schicht jener Jugend, die während des Krieges in Deutschland heranwuchs, erfaßte“. Bei diesem ersten Werk offenbarte sich schon, daß Ernst von Salomon auf der Suche nach sich selbst war, und daß er darüber nur in der Abgeschiedenheit und fern jeder aktionistischen Versuchung brüten konnte.

Ernst von Salomon 1933

Ernst von Salomon 1933

Der zweite Teil dieser Suche, die nahezu unlesbare und gleichwohl brisant-interessante „Stadt“, entstand 1932 in der fremden Umgebung des französischen Baskenlandes, wohin von Salomon auf der Flucht vor einer Einvernahme vor Gericht für anderthalb Jahre emigriert war. Leider ist dieses Buch kaum noch zugänglich: „Die Stadt war ein Versuch, eine Bestandsaufnahme, eine Übung literarischer Art, bei der ich es auf ganz gewisse abseitige Probleme des Schreibens absah. Der Stoff ist sicher interessant, doch ohne Verbindlichkeit für mich; er diente mir nur zu einer Verschärfung aller Fragestellungen.“

Und der dritte Teil, der Abschluß seiner Trilogie des „Neuen Nationalismus“, der zugleich sein literarisch schönstes Werk werden sollte, „Die Kadetten“, ein Hohelied auf die preußische Erziehung, wie es höchstens noch Ernst von Wildenbruchs „Das edle Blut“ ist, konnte nur in der so andersartigen Wiener Atmosphäre entstehen. Hier lernte von Salomon im Winter 1932/33 auf Einladung Othmars Spanns dessen Universalismus kennen, um sich darob seiner preußischen Herkunft und seines eigenen Nominalismus‘ nur um so bewußter zu werden: „Alle großen Bewegungen in der Welt, das Christentum wie der Humanismus, wie der Marxismus, sie alle werden von einer Art Krankheit befallen, eine göttliche Krankheit, der erhabenen Pest des ganzheitlichen Anspruchs. Das macht die Dinge so einfach für den, der sich bekennen will, und so schwer für den, der sie betrachtet. Ich, ich bin kein Bekenner, ich bin ein leidenschaftlich beteiligter Betrachter. So wurde ich kein Nationalsozialist. und so mußte ich mich von Othmar Spann trennen.“

Zurück in Berlin, übernahm er neben Friedo Lampe beim Rowohlt-Verlag das Lektorat und die Hauptschriftleitung der von Heinz Oskar Hauenstein herausgegebenen Freikorpszeitschrift „Der Reiter gen Osten“. Da die NSDAP bemüht war, eine Verbindung zwischen sich und den Freikorps zu konstruieren, war es Salomons vordringliches Anliegen, den Verfälschungen in der Geschichtsschreibung des Nachkrieges entgegenzuwirken. So entstanden seine beiden Bücher „Nahe Geschichte“ und das monumentale „Buch vom deutschen Freikorpskämpfer“ als Korrektive nationalsozialistischer Geschichtsklitterung. Er war sich dabei, wie aus einem Brief an Hans Grimm hervorgeht, von vornherein bewußt. welches Risiko er damit einging: „Die Partei wird wohl schwer zu schlucken haben an dem eindeutigen Verhältnis der Freikorps, auf die sich die Partei als ihre Vorgänger beruft, als Korporationen eines starken Staatsbewußtseins gegenüber dem Volk. welches freilich in allen seinen Manifestationen gegen den staatlichen Willen stand.“

Als jedoch ernste Schwierigkeiten mit der NSDAP entstanden, als man ihm vorwarf. ein „Otto-Strasser-Mann“ zu sein, zog er sich aus Rücksicht auf seine jüdische Lebensgefährtin Ille Gotthelft, die er während des Dritten Reiches als seine Ehefrau ausgab, aus allen kompromittierenden Kreisen, u.a. auch aus dem Kreis um Harro Schulze-Boysen. zurück und „emigrierte“ unter Vermittlung Arnolt Bronnens als Drehbuchautor zur UFA. Nur gelegentlich noch wagte er sich vor, um, wie Axel Eggebrecht es formulierte, über „seine Verbindungen zu solchen alten Putschkameraden, die anders als er in einflußreiche Stellungen gelangt waren, Gefährdeten zu helfen“.
Mit dem Nationalsozialismus indes wollte er nichts zu tun haben, und deshalb hatte er konsequent jedes Angebot eines Postens abgelehnt. Der Nationalsozialismus – und Hitler voran – war für ihn „der größte Verfälscher der deutschen Geschichte“. Von Salomons und der ähnlich Denkenden Dilemma aber bestand darin, daß der Krieg auch ein deutscher Daseinskampf war und nicht nur rassenideologische Züge trug. So mußten sie zwangsläufig wieder in die Phalanx der nationalsozialistisch verfälschten deutschen Schicksalsgemeinschaft einscheren. zumal sie von diesem Krieg eine tragende europäische Ordnung erhofften. frei von jenem so un glückseligen Imperialismus der kontinentalfremden angelsächsischen Mächte. Erst 1944 sollte dieser Schulterschluß endgültig aufbrechen.

„Der Fragebogen“

Daß die Sieger des Weltkrieges diese Verfälschung der deutschen Nation und ihres Daseinsanspruches nur zu gerne aufgriffen und darüber die deutsche Identität zu zerstören suchten, sollte Ernst von Salomon nach seinem „automatic arrest“ von Mai 1945 bis September 1946 unverzüglich zum Kampf um deutsches Selbstbewußtsein treiben. Schon in amerikanischer Kriegsgefangenschaft war ihm klar geworden. daß sich die Maßnahmen der Besatzungsmächte und ihrer deutschen Handlanger „nicht gegen einen Angeklagten richten, sondern gegen ein Volk, dem bewiesen werden soll. daß es keine anständigen Menschen hervorzubringen vermochte, und daß ihm zu dienen in jedem Falle unanständig war“. Dieses System aber empfand er als eines, „das eine fatale Ähnlichkeit mit jenem hat, das zu bekämpfen diejenigen Leute in der kleidsamen Uniform der Sieger in dieses Land gekommen sind“. Gerade die Sieger nämlich überschritten das von ihnen den Deutschen auferlegte Maß an moralischen Beschränkungen weiter als jemals zuvor. Salomons Reaktion darauf war eindeutig: „… niemand mag es verargt werden, sich wohl zu hüten, mit einer Macht anzubinden, welche so groß ist, daß sie es in sich erträgt, die Atombomben von Hiroshima und Nagasaki unter der Begleitung des Chorals «Onward, Christian Soldiers!» platzen zu lassen, ohne dabei selber zu platzen.“

Seit Juni 1947 trafen sich die ehemals treibenden Kräfte der nationalrevolutionären Berliner Zirkel, nämlich Ernst von Salomon, Ernst Jünger, Erwin Topf, Ernst Rowohlt, Ernst Samhaber, Friedrich Hielscher, Hans Dieter Salinger und Walter Muthmann alljährlich zu einer Moselfahrt. In der Auseinandersetzung mit ihnen reifte in Ernst von Salomon der Plan, die Geschichte der Deutschen im zwanzigsten Jahrhundert niederzuschreiben und den Lesern ihre Geschichte bar jeder ideologischen Prämisse wie in einem Spiegel vorzuhalten. Ernst Rowohlt gab ihm ein Exemplar des alliierten Entnazifizierungsfragebogens, und Salomon machte sich an die Arbeit: „Diesmal habe ich mich mit einer gewissen leidenschaftlichen Anteilnahme an den Dingen unserer Tage in das schwammige Moos unserer jüngsten Vergangenheit fallen lassen und taste dort den Grund nach Strünken und der Formation des Gesteins ab, auf dem sich die Wasser sammelten.“

Ernst von Salomon beim Kölner Mittwochsgespräch 1951; Ernst von Salomon beim Kölner Mittwochsgespräch 1951; vorne sitzend Ernst Rowohlt

Ernst von Salomon beim Kölner Mittwochsgespräch 1951; Ernst von Salomon beim Kölner Mittwochsgespräch 1951; vorne sitzend Ernst Rowohlt

Über den „Fragebogen“ hinaus noch bemühte sich Ernst von Salomon um Überwindung der ideologischen Weltbürgerkriegsfronten, die die Deutschen so unmittelbar spalteten. Dieses Engagement, u.a. in den Reihen der aufkommenden und damals noch nicht eindeutig gesellschaftspolitisch orientierten Friedensbewegung, im Demokratischen Kulturbund Deutschland und der Deutschen Friedens-Union, mit demonstrativen Erklärungen gegen die totalitäre Staatsräson des Antikommunismus, für Stalin und gegen eine deutsche „Wiederbewaffnung“, konnte jedoch keineswegs die Fronten durchbrechen. Vielmehr trug es ihm Urteile und Verurteilungen ein, die von Unverständnis strotzten und ausschließlich vom geistigen Verharren der Deutschen in den durch die Sieger vorgegebenen Begriffs- und Identitäts-Systemen zeugten. Von „Nationalbolschewismus“ über „Unverbesserlichkeit“ bis hin zum „German enemy of Germany“ reichte die Spannweite der Urteile, und immer wieder nahm ihn die eine oder die andere Partei in Beschlag, berief sich auf ihn als Zeugen und Mitstreiter, mit der Folge, daß die andere ihn verdammte. Nur seine tatsächliche Identität als unideologisch bestimmter Deutscher wollte oder sollte nicht ins Bewußtsein gelangen. Die „Einebnung“ der Deutschen durch eine alle Bereiche erfassende langfristige Umerziehung war zu weitgehend. die Bereitschaft der besiegten und individualisierten Einzelnen zum Identitätswechsel zu Ernst von Salomon zu folgen.
Sein Erfolg, auch der des „Fragebogen“, blieb ein literarischer. Als er die Nation nicht mehr fand. blieb Salomon nichts als der Rückgriff auf eine historisch faßbare. wenn auch überlebte Identität: „Ich bin Preuße. Die Farben meiner Fahne sind schwarz und weiß“, denn „heute ist jedenfalls die Bezeichnung deutsch als Bestimmung einer Staatsangehörigkeit absurd.“ Doch auch damit erntete er bestenfalls mitleidiges Unverständnis, und sein Versuch, die Staatsidee Preußens in seinem posthum veröffentlichten Werk „Der tote Preuße“ zu erklären und plausibel zu machen, wurde aufgrund des nur zu einem Drittel fertiggestellten Torsos ein Fehlschlag.

Daß er als Schriftsteller und Drehbuchautor durch Trivialitäten seinen und seiner 1948 gegründeten Familie Lebensunterhalt sichern mußte. wurde ihm zudem noch verübelt – vor allem von seinen ehemaligen intellektuellen Bewunderern. So entstanden als Auftragsarbeiten nicht nur seine – vielbelächelten – Drehbücher, sondern auch solche Arbeiten wie „Die schöne Wilhelmine“, eine Kolportagehistorie. die gleichwohl ein Verkaufsschlager war. Mit Veröffentlichungen im Zusammenhang mit seiner Bemühung um deutsche Selbstbehauptung war mit der zunehmenden Verfestigung der Bundesrepublik indes kein Geld mehr zu verdienen. Je mehr die um die Jahrhundertwende geborene Generation von der Bühne abtrat, desto geringer wurde der Bedarf und das Verständnis für solche Bemühungen. Spätestens 1968 war Ernst von Salomon zum lebenden und unverstandenen Fossil geworden. selbst für seine eigenen Nachkommen. Am 9. August 1972 starb er in Stöckte (Winsen/Luhe).

Bewertung

Ernst von Salomon ist das verkörperte Abbild einer Epoche, ist Exponent eines deutschen Geschichtsabschnitts, der einst erneut „die deutsche Romantik“ genannt werden könnte. Leidenschaftlich beteiligt an den vielschichtigen Abenteuern seiner Zeit, repräsentiert er die oft fatalen Wirren und Brüche. mit denen die Deutschen im 19. und 20. Jahrhundert konfrontiert waren. Sein Leben stellt subjektiv wie objektiv ein kontinuierliches Eintreten dar, nämlich das für die Deutschen in eben jener Zeit, die so von Ideologien überfrachtet war. An ihm ist die Geschichte und das wegen der dauernden Verfälschung zwangsläufige Scheitern der im eigentlichen Sinne – um ihrer Identität willen – unideologischen Deutschen in dieser Epoche abzulesen.

Betrachtet man das Leben Ernst von Salomons wegen seines subjektiven Bekenntniswillens als stellvertretend für die Erfahrungen der Deutschen im 20. Jahrhundert, so zeigt sich anhand seiner Vita die Geschichte dieser Zeit in einem Licht, das zumindest frei von den Voreingenommenheiten einer der von ihm zeitlebens bekämpften Parteien ist. Dieses Jahrhundert barg einen ideologischen Weltbürgerkrieg in sich. den Kampf zweier bzw. dreier mit Ideologien gerüsteter konkreter Mächte um Werte, Begriffe, Moral und Geschichtsphilosophie. Dazwischen finden sich einzelne verzweifelt und zumeist erfolglos um unideologische Selbständigkeit ringende Völker. Mit den Maßstäben der an diesem Bürgerkrieg beteiligten Parteien kann man einem Ernst von Salomon genausowenig gerecht werden wie der Geschichte der Deutschen in dieser Zeit; sein Ziel war es, gerade diese Maße und Begriffe zu konterkarieren und als das zu offenbaren, was sie tatsächlich sind und waren, nämlich Mittel zum Zweck im Machtkampf.

Im Umweg über die französische „Neue Rechte“, die sich Ernst von Salomon als Vorbild und Leitfigur auserkoren hat, scheint sich jedoch auch in Deutschland eine Rückbesinnung auf diesen konsequenten Repräsentanten deutschen Selbstbehauptungswillens anzudeuten. In Frankreich ist der politische Esprit ungleich stärker ausgeprägt, der einen Einzelgänger wie Ernst von Salomon zu ertragen und ins geistige Erbe einzureihen vermag. „Frankreich ist eine literarische Nation, der Schriftsteller ist der Gott …“ (E. M. Cioran). Von Salomons auf Schiller zurückgehender Idealismus, sein Engagement für absolute Toleranz gegen jede politische Idee macht ihn darüberhinaus noch besonders interessant. Gleichwohl bleibt fraglich. ob seine radikale Ablehnung der Klassenherrschaft und der individualistischen Freiheit, sein Haß gegen den politischen Bourgois ebenso eindeutig in das Blickfeld gerückt wurde, wie sein schriftstellerisches Werk und seine aktivistische Vergangenheit.

Ernst Jünger und Ernst von Salomon in Winsen an der Luhe, fünfziger Jahre

Ernst Jünger und Ernst von Salomon in Winsen an der Luhe, fünfziger Jahre

Nach dem Zusammenbruchs der ideologischen Nachkriegsidentitäten, welche die Deutschen so lange quer durch alle Lager getrennt haben, ist eine Wiederentdeckung Salomons in Deutschland so begrüßenswert wie nie zuvor. Möglicherweise schaffen die Deutschen über ihn endlich einen unideologischen Zugang zu ihrer Geschichte und zu sich selbst. Vielleicht schaffen sie es. Von Salomons Pessimismus am Ende seines Lebens zu widerlegen. Damals nämlich war er – und dies durchaus nicht unbegründet – am Punkt nahezu endgültiger Resignation angelangt: „Inmitten der gewaltigen Umbrüche unserer Zeit verharrt das Volk der Deutschen mit seinen kleinen politischen Quengeleien in dreigeteiltem Zustand der bloßen, nicht durch sich selber bestimmten Existenz. unzufrieden dabei, politisch müde. mit dem schlechten Gewissen, das seinen Zustand nicht sich selber zuzuschreiben wagt und darauf wartet. daß ihnen die deutsche Einheit von anderen beschert wird. die sie selbst schon lange und nicht nur innerlich abgeschrieben zu haben den fatalen Eindruck erwecken.“

 

1. Wichtige selbständige Veröffentlichungen Salomons

Die Geächteten. Berlin (Rowohlt ) 1930
Die Stadt. Berlin (Rowohlt) 1932
Die Kadetten, Berlin (Rowohlt) 1933
Nahe Geschichte. ein Überblick. Berlin (Rowohlt) 1936
(Hrsg.) Das Buch vom deutschen Freikorpskämpfer, Berlin (Limpert) 1938
Boche in Frankreich. Hamburg (Rowohlt) 1950 (Auszug aus Der Fragebogen; auch als rororo-TB u.d. Titel Glück in Frankreich)
Der Fragebogen. Hamburg (Rowohlt) 1951
Das Schicksal des A. D., Reinbek (Rowohlt) 1960
Auf der Asche von 10.000 Menschen, Hamburg (Kongreßdienst) 1961
Die schöne Wilhelmine, Reinbek (Rowohlt) 1965
Deutschland, Städte und Landschaften aus dem Flugzeug gesehen. Köln (Buch und Zeit) 1967
Deutschland, deine Schleswig-Holsteiner, Hamburg (Hoffmann und Campe) 1971
Die Kette der tausend Kraniche, Reinbek (Rowohlt) 1972
Der tote Preuße. Roman einer Staatsidee. Mit einem Vorwort von Hans Lipinsky-Gottersdort München (Langen-Müller) 1973

2. Wichtige Beiträge und Aufsätze

Hexenkessel Deutschland, in: Der Kampf um das Reich. Hrsg. von Ernst Jünger. Essen (Kamp) 1929.
Der verlorene Haufe, in: Krieg und Krieger. Hrsg. von Ernst Jünger, Berlin (Junker und Dünnhaupt) 1930
Der Totschläger, in: Mondstein – Magische Geschichten – 20 Novellen von Ludwig. Alwens, Werner Bergengruen. Otto Brües (u. a.). Berlin (Frundsberg) 1930
Am Scheideweg, in: Die Brücke Nr. 23 vom 04.06.1933
Was geschieht wirklich in Landsberg?, in: Sonntagsblatt Nr. 39 vom 24.09.1950
Junge Generation zwischen fünfzig und sechzig, in: Sonntagsblatt Nr. 52 vom 30.12.1951
Nehmt den Topf vom Feuer, in: Stern Nr. 41 vom 12.10.1952
The silent revolt. in: Confluence 1954, vol. 3. p. 295-306
Zwischen Diktatur und Freiheit. Vorwort. in: Kurt Lothar Tank: Frankreich zwischen Diktatur und Freiheit. Hamburg (Holsten) 1958
Hiroshima – Mahnung und Hoffnung, in: Hiroshima ruft alle!. Hamburg (Kongreßdienst) 1959
Brauchen wir eine neue Regierung?, in: Deutsche Woche Nr. 3-4 vom 23.08.1961
Gegen den Zustand der Lethargie, in: Deutsche Volkszeitung Nr. 9 vom 01.03.1963
Beim Blättern im Fragebogen, in: Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt Nr. 9 vom 01.03.1970
Zwischen Trauma und Tabu, in: Deutschland-Magazin (2) 1971, Nr. 6
Line lettre d‘ Ernst von Salomon (an Jean Full), in: Etudes Germaniques (30) 1975, S. 80-85

3. Aufschlußreiche Interviews und Stellungnahmen

Jeder weiß. wo er hingehört, in: Eckart (9) 1933. S. 151-160
Vom „Kadett“ zum „Fragebogen“, in: Deutsche National-Zeitung Nr. 20 vom 22.05.1954
Germanv will go east, in: Newsweek Nr. 1 vom 03.01.1955, S. 62
Ernst von Salomon, in: Le Figaro Litteraire Nr. 953 vom 23.07.1964
Ein Mensch mit seinem Widerspruch, in: Neue Politik (12) Nr. 38 vom 23.09.1967, S. 16-18

4. Drehbücher

Menschen ohne Vaterland, UFA 1937
Kautschuk, UFA 1938
Sensationsprozeß Casilla, UFA 1939
Kongo-Express, UFA 1939
Carl Peters, Bavaria 1941
Der unendliche Weg, Bavaria 1943
Johann, Bavaria 1943
Die unheimliche Wandlung des Axel Roscher, Bavaria 1943
Der dunkel Tag, Bavaria 1943
Frech und verliebt, Bavaria 1944/1948
Das Gesetz der Liebe, Bavaria 1949
Münchnerinnen, Bavaria 1949
Null-acht-fuffzehn, 3 Teile, Divina 1954-55
Geliebte Corinna, Arca 1956
Weil du arm bist, mußt du früher sterben, Divina 1956
Liane, das Mädchen aus dem Urwald, 2 Teile, Arca 1956-57
Soldatensender Calais, Bavaria 1960
Liane, die Tochter des Dschungels, Arca 1961
Die Truhe, WDR 1964
Glück in Frankreich, WDR 1965
Rinaldo Rinaldini, der Räuberhauptmann, Fernsehserie in 13 Teilen, ZDF 1968
Die schöne Wilhelmine, 4 Teile, UFA 1984

5. Über Ernst von Salomon

Ami Go Home oder Der Fragebogen, NDR 1985
Apostolopoulos, Dimitris: La pensée politique d´Ernst von Salomon, Paris 1976
Benoist, Alain de: Das Deutschland Ernst on Salomons, in: ders.: Aus rechter Sicht. Bd. 2. Tübingen 1984
Celsus (d.i. Carl von Ossietzky): Germanisches Cafe, in: Die Weltbühne Nr. 30 vom 22.07.1930
Hermand, Jost: Ernst von Salomon. Wandlungen eines Nationalrevolutionärs [= Sitzungsberichte der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Philologisch-Historische Klasse, Bd. 137, Heft 5], Leipzig 2002
Klein, Markus Josef: Ernst von Salomon. Eine politische Biographie. Mit einer vollständigen Bibliographie. Vorwort von Armin Mohler, Limburg a.d. Lahn: San Casciano Verlag 1994 / Aschau i. Ch.: Brienna Verlag 2002 / eBook: Achenmühle: Brienna Verlag 2013
Klein, Markus Josef: Ernst von Salomons „Fragebogen“ 1951, in: Zeitenwende (Themenheft „Konservative Revolution“), (6) Nr. 3/1991, S. 13-20
Klein, Markus Josef: Nihilismus – Normerhöhung – Nullpunkt. Ernst von Salomon und seine Zeit, in: Achte Etappe, (3) April 1992, S. 57-79
Lipinski-Gottersdorf, Hans: Preußen und sein Kadett, in: Kulturpolitische Korrespondenz. Bonn. Nr. 461 vom 05.12.1981
Moh1er, Armin: Die Konservative Revolution in Deutschland 1918-1932. Ein Handbuch, Darmstadt 19893
Musard, Françoise: Ernst von Salomon o la corwiura nazionalista, in: Nazione Sera (Firenze). 04.01.1962 und 05.01.1962
Nolte, Jost: Ein Preuße: Ernst von Salomon, in: Zeit-Magazin Nr. 39 vom 29.09.1972
Pilhion, Roger: Ernst von Salomon. De l´aventure a l´ecriture, Diss. phil. Grenoble, o. J.
Stéphane, Roger: Portrait de l´Aventurier. T.E. Lawrence, Malraux, von Salomon et la vie exemplaire de L.-N. Rossel. Précédé d´une étude de Jean-Paul Satre, Paris 19863
Tank, Kurt Lothar: Ein Schriftsteller der heimatlosen Rechten, in: Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt Nr. 34 vom 20.08.1972
Venner, Dominque: Ein deutscher Heldenkampf – Söldner ohne Sold, Kiel 1989

Autor: Markus Klein
Titel: Ernst von Salomon (1902-1972)
Untertitel: Autorenporträt
Erstveröffentlichung in: Criticón, (22) Nr. 130, März/April 1992, S. 57-60
„Scholien aus San Casciano“ – ISSN 2199-3548 – ID 2014013
URL: https://scholien.wordpress.com/imprimatur/beitrage/0606-2/

 

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