Hans-Joachim Arndt: Angst und Politik

Zum Thema »Angst und Politik« kann man, genau genommen, vom Standpunkt der Politikwissenschaft – also einer systematischen Sozialwissenschaft – recht wenig sagen, sondern eher vom Standpunkt historischer Wissenschaftlichkeit aus: hier lautete dann die Aufgabenstellung: Einst, als dort und dort die Große Angst herrschte (etwa zu Zeiten der Französischen Revolution), geschah es, daß …, und dann erzählt man einfach die Geschichte der Geschehnisse. Der Politikwissenschaft gemäßer ist das Thema Angst oder Politik, denn diese Wissenschaft setzt einen bestimmten Politikbegriff bereits voraus, und das ist der eines wenn nicht fröhlichen, so doch energischen, entschlossenen, zukunftsgerichteten Handelns, jedenfalls eines weitgehend angstfreien Handelns. Politik und Angst treten hier also geradezu als Gegensätze auf, woraus sich wohl erklärt, daß die Politikwissenschaft selbst bisher wenig Grundsätzliches zur Verkettung beider vorgetragen hat.

Ich beschränke mich deshalb auf die holzschnittartige Darbietung eines systematischen Argumentationsstranges, der aber die – hochwichtige – jeweils historische Einbettung nicht ausblendet. Vorweg ist um etliche Begriffsklärungen nicht herumzukommen, die ans Philosophische, gar Theologische grenzen und daher den falschen Eindruck erwecken könnten, als würde unzulässigerweise abstrahiert und generalisiert. Deshalb sei zu Beginn, gleichsam als eine Art Motto oder Maxime, festgestellt: Die Verbreitung von »Angst« unter der Bevölkerung – etwa Deutschlands in der Gegenwart – untersuchen wir hier nicht als eine theologisch oder metaphysisch bestimmte Lage, sondern als eine politisch bestimmte Lage; Franz Alt hat mit seinem Furore machenden Buch über die Bergpredigt keine theologische Abhandlung geschrieben, sondern eine politische Agitation beabsichtigt.1

Nichtsdestoweniger setzt die Ausnützung von Angst für politische Zwecke – übrigens ein sehr alter Topos der psychologischen Kriegführung zur Verunsicherung des Gegners – das Vorhandensein von »Angst« als un- oder vorpolitisches Phänomen voraus, wohl gar als einen anthropologischen oder sogar metaphysischen und theologischen Grundtatbestand. Es wird immer dieser Grundtatbestand angesprochen, gleich ob der Anthropologe Arnold Gehlen den Menschen als ein Wesen mit »Antriebsüberschuß«, deshalb der Entlastung durch Institutionen bedürftig, definiert,2 ob der Philosoph Friedrich Nietzsche ihn als das »nicht festgestellte Tier« begreift, ob der (theologischen Frageansätzen eng verschwisterte) Existentialphilosoph Sören Kierkegaard im gleichen Sinne feststellt, ein Tier kenne keine Angst, denn »je weniger Geist, desto weniger Angst«, ob er dann die Angst als »den Schwindel der Freiheit« definiert und in engstem Zusammenhang mit dem Problem »Erbsünde« begreift,3 oder ob letztlich Theologen wie Eugen Biser diese Grundbefindlichkeit der Angst im Menschen schlechthin angelegt sehen »durch die intuitive Erfassung der Kontingenz des gesamten empirischen Seins«.4

Doch kann sich das Nachdenken über Politik mit dieser schlichten Konstatierung eines anthropologischen Grundtatbestandes »Angst« nicht zufrieden geben. Es gibt offenbar Differenzierungen dieses Grundtatbestandes, die seine Auswirkung im »Weltlichen«, im sozialen Umfeld, letztlich damit im Politischen betreffen, oder, anders ausgedrückt: Das Gewicht, welches der eine anthropologische Grundtatbestand »Angst« jeweils ausübt, ist je nach der Einwirkung anderer solcher Grundtatbestände verschieden. Bereits Kierkegaard sprach von »Nationen, welche das Kindliche als den Traumzustand des Geistes bewahrt haben«, als besonders angstvollen Nationen, und äußerte über die Angst: »je tiefer sie ist, desto tiefer ist die Nation«. – Wir sehen in solchen nationalen, also kollektiven Zu- und Festschreibungsversuchen nur ungeeignete Systematisierungsansätze und schreiben die jeweiligen Stellenwerte der Angst eher Situationen, also historischen Lagen, zu, damit der Kontingenz menschlichen Daseins (die auch das politische Dasein umschließt und sogar entscheidend bestimmt) eher entsprechend. Damit ergibt sich für uns die politische und politikwissenschaftliche Hauptfrage: Wenn »Angst« eine der Grundbefindlichkeiten, eines der Grundgefühle menschlichen Daseins ist: Wann und Wo dominiert sie Warum über andere solche Grundbefindlichkeiten und Grundgefühle, etwa Freude, Hoffnung, Liebe, Mut, Tat? Läßt sich überhaupt eine systematische Antwort auf diese Frage geben, oder kann man jeweils nur historisch fragen: Wann und Wo dominierte sie Warum

Wir suchen also nach dem historischen und politischen Aktualisierungen eines ursprünglich transpolitischen, also transsozialen Zustandes.

Erwartungsaffekt Angst

Hier ist zunächst festzustellen, daß die Überwindung von Angst – oder sagen wir vorsichtiger: die Austarierung von Angst – in der Neuzeit sich mehr und mehr darstellt als die Kompensierung des dem Menschen unheimlichen Zeit-Horizontes, also der »unsicheren Zukunft«. Alles »rationale« menschliche Handeln geht mehr und mehr auf die »Feststellung von Zukunft« so wie auch die dazugehörige Reflektion: so im Philosophischen (Heidegger Sein und Zeit), im Wissenschaftlichen (Rolle der Voraussagbarkeit!), im Technischen (Befreiung vom Zufall, von Gottl Ottlilienfeld)5, so schließlich auch im historischen und politischen Handeln. Wir wollen nun – in rein heuristischer Absicht – alle jene Grundbefindlichkeiten und Grundgefühle, die sich nach der bisherigen geschichtlichen Erfahrung gegen die Angst mobilisieren ließen, im »Grundgefühl der Sicherheit« zusammenfassen, wobei »die Sicherung von Zukunft« hier in den Vordergrund rückt.

Als »Erwartungsaffekt« bezeichnete denn auch der Große Brockhaus von 1892 die Angst; Thomas Hobbes definierte die Furcht, die in seinem Politiksystem (und seitdem im ganzen Politiksystem des Westlichen Abendlandes) eine entscheidende Rolle spielt, als »gewisses Voraussehen von kommendem Unheil«6; und wir erkennen jetzt auch schnell aus historischer Erfahrung, daß gegen den »Erwartungsaffekt Angst« sich – gleichsam »innerweltlich« – jeweils verschiedene Schichten von angst-dämpfenden anderen Erwartungsaffekten mobilisieren lassen, – oder doch zumindest: mobilisieren ließen. Auch der Politologe erkennt somit, daß Religion und Kirche (genauer: Religionen und Kirchen) in aller Regel auch die Funktion ausübten, gegen metaphysische Angst innerweltlich wirkende Sicherheit zu mobilisieren; es erkennt aber der historisch Gebildete in diesen Zusammenhängen dann auch, daß eine schlicht grundsätzliche, gleichsam ewige, sozusagen kontingenzlos und risikolos garantierte institutionelle Aufhebung von Angst für das menschliche Wesen sich bisher nicht realisierte, weder durch religiös-kirchliche, noch durch technische, noch durch politisch-historische Institutionen und Lehren.

Damit werden jedoch nicht in metaphysischer Nacht alle sichernden Katzen grau. Wir halten es mit dem – theologisch gebildeten – Politikwissenschaftler Bernard Willms: »Alle Kultur lebt jedoch von der aufgeschobenen Unmittelbarkeit, der unterdrückten Hemmungslosigkeit, der hintangestellten Angst. Der paradoxe Befund einer Kultivierung der Angst im Sinne nicht von deren Bekämpfung, sondern ihrer Zurschaustellung mit Bekennerpose ist eine Re-Barbarisierung, die nicht allein durch die objektive Bedrohung der nuklearen Vernichtungstechnik erklärt werden kann. … Es mag sein, daß der Menschheit die Nacht bevorsteht, ›in der niemand mehr wirken kann‹, aber dies ist ein alter Satz, mit dem die Menschheit immer schon hätte leben sollen. Seit sie selbst die Mittel für die Heraufbeschwörung dieser allgemeinen Nacht des Infernos und der Apokalypse in der Hand hält, muß sie einsehen, daß genau dies schon immer innerhalb ihres Horizontes lag, was die Aufklärung hatte verdrängen wollen.«7 Willms weist in diesem Zusammenhang auf die Ausklammerung der furchtbaren Sequenz dies irae aus den Totenmessen hin: »Man muß es doch merkwürdig finden, daß die uralte Erinnerung an die Furchtbarkeit des Weltbrandes und des Weltgerichtes gerade zu dem Zeitpunkt buchstäblich verdrängt wird, zu dem die Menschen die Mittel, ihn real ins Werk zu setzen, in die Hand bekommen haben. – Es ist keineswegs eine irrationale Reaktion, in der atomaren Drohung das ›Schicksal‹ der ›Menschheit‹ von jetzt an zu erkennen. Im Gegenteil ergibt das Einsehen der Schicksalhaftigkeit die Möglichkeit, jene Kräfte zu mobilisieren, die die Menschheit stets im Angesicht unentrinnbaren Schicksalsleben, überleben, arbeiten und sogar glücklich (haben) sein lassen.«

Hier findet sich denn jene innerweltlich wirkende mutige Bejahung, auf welche Luthers Bild vom Pfanzen eines Baumes noch am Tage vor dem erwarteten Weltende anspielt, oder hier greift das – bereits stark säkularisierte – Bild des Thomas Hobbes, der manche zwar aus Furcht in Flucht und Verstecken ausweichen sieht, aber »meist greifen sie zu den Waffen« und organisieren letztlich jene mutual relation between protection and obedience, »Staat« genannt, welche innerweltliche Sicherheit spenden soll.8 Bei Hobbes treibt die Furcht (meist als konkret objektbezogene Abart von Angst begriffen, aber »mit dem Herannahen der Gefahr steigert sich die Furcht zur Angst« – so der Große Brockhaus von 1892) die Menschen dazu, sich als Staaten zu organisieren und damit Zukunftssicherheit zu mobilisieren. Eine solche Mobilisierung von Sicherheit – die, wohlgemerkt, im Innerweltlichen wirken soll! – ist jedoch nicht gleichsam grundlos möglich: es muß »objektive Anknüpfungspunkte (in der Welt)« geben, Anhaltspunkte für Gelingen dieser Zukunftssicherung. Solche Anknüpfungs- und Anhaltspunkte können, da sie (nur) innerweltlich bezogen werden dürfen, nicht Absolutheitsansprüche stellen; ihnen haftet ständig Kontingentes an; was heißt: Alle Sicherheit bleibt letztlich relativ.

Weltbürgerkrieg aus Geschichtsphilosophie

Unter den »13 Geboten der Kriegskunst« des alt-chinesischen Kriegsweisen Sun Tsu (die gerade in den letzten Jahrzehnten wieder weite Verbreitung fanden) findet sich der hierher gehörige Satz als Maxime für den Feldherrn: »Verbiete alle Orakel und zerstreue alle Zweifel; dann werden die Soldaten bis zum Tode standhaft sein«,9 – »Standhaftigkeit bis zum Tode« hier als Grenzmaxime für den Hobbes´schen Gehorsam genommen oder für die moderne Akzeptanz oder Loyalität einer Bevölkerung. Die geschichtlich-politisch-anthropologische Erfahrung beweist dagegen: man kann nicht alle Zweifel bei allen für immer und ewig zerstreuen; gute Politik (wie gute Theologie) wird deshalb (aus Erfahrung!) die unaufhebbar bleibende Grundgefährdung des Menschen in alle ihre organisierten Polster gegen die Angst einbauen.

Die im Mittelalter dominierende Reichsidee wie Reichsorganisation hatte das getan, und erwarb von daher ihre bewundernswerte Elastizität und Standfestigkeit sowie ihre erstaunliche Lebensdauer (nächst der Katholischen Kirche wohl die längst bestehende innerweltliche Institution der Geschichtsschreibung). Das Reich begriff sich selbst nämlich keinesfalls als grundsätzlichen, ewigen, gleichsam chiliastischen Schlußpunkt menschlicher Kunst- und Organisationsfertigkeit, sondern lediglich als Aufhalter (Kat-echon)10 des immer erwarteten bösen Endes der Zeit, des Kommens des Antichrist. – Mit anderen Worten: Das mittelalterliche Reich konservierte keine Angst vor seinem eigenen Untergang; es programmierte gleichsam sein eigenes Ende in seine eigene Legitimationsformel ein; es stellte keine innerweltlichen Ewigkeitsansprüche.

Dies, übrigens, mögen alle jene bedenken, die heute einerseits sich als Konservative darzustellen versuchen, andererseits eine Wurzel dieses Konservatismus nach wie vor in der Aufklärung finden. Denn eins ist sicher: Mit der Aufklärung (und sie wirkt bereits in den Schriften des Machiavelli, des Bodin und des Hobbes) wird Religion zur Privatsache – (entweder des Fürsten allein – cujus regio, ejus religio – oder aller Bürger), und wo Religion zur Privatsache wird, kann nichts an der öffentlichen (gemeinsamen) Ordnung mehr »heilig« sein. Das bedeutet u.a. (und im Kontrast zur mittelalterlichen Politikauffassung): Alle sich aus der Aufklärung ableitenden modernen Politiklehren haben ein ungefestigtes Verhältnis zur historischen Zeit, also zur Geschichte. Sie tendieren dazu, entweder – wie der Liberalismus und die Sozialliberalen – sich chiliastisch als Endpunkt der Geschichte zu begreifen (»Die Demokratie ist fertig wie das Fahrrad« lehrte mein Soziologielehrer Alfred Weber 1950), oder (wie Kommunisten und Bolschewisten) sie sehen bzw. sahen, eschatologisch, vor dem endgültigen Politikzustand noch ein letztes Gefecht voraus. In jedem Fall legitimieren sie sich mit einer Geschichtsphilosophie, deren Quintessenz im Feststellen von Geschichtlichkeit gipfelt; unsere Gegenwartslage ist nicht unzutreffend als der Aufeinanderprall zweier solcher, jeweils Geschichte hinweg-dekretierender Geschichtsphilosophien zu begreifen, als Weltbürgerkrieg aus Geschichtsphilosophie11.

Thomas Hobbes hat, zu Beginn der Aufklärung in politicis, den in seiner Zeit – aus religiös-konfessionellen Motiven – tobenden Bürgerkrieg abzustellen versucht durch den Appell an eine, damals noch als alle Parteien übergreifende Instanz gewertete und wertbare, Denkfigur: die anthropologisch-naturwissenschaftliche. Man müsse, so schrieb er, »annehmen, daß der Ursprung aller großen und dauernden Verbindungen der Menschen nicht in gegenseitigem Wohlwollen, sondern in gegenseitiger Furcht bestanden hat.«12 Hiermit war die politisch (nämlich diesseitig) Schutz und Sicherheit gebende Lösung in einer für naturwissenschaftlich feststehend gesetzten Tatsache fundiert, also legitimiert, welche als für alle Menschen und für alle Zeiten gleich wirksam postuliert wurde, nämlich als Naturgesetz. Fraglich wurde und blieb für eine solche Legitimation die konkrete historisch Zeit; Legitimität konnte nur den Modus einer vor-historisch existierenden, sich durch alle Geschichtlichkeit als eine Prämisse (oder Norm) durchziehende Allgemeinheit annehmen; mit anderen Worten, diese Legitimation des Politischen mußte nicht nur universal und generell, sondern auch zeitlos gültig erscheinen: sie setzte die Prinzipien für politische Ordnung als gleichsam ewig gegeben und konnte den Untergang politischer Einzel-Ordnungen nur als Abweichung von dieser vorgegebenen Norm begreifen; modern: als Taten von Bösewichtern, Amoralisten, Irrgläubigen oder Dummköpfen. Von dieser tödlichen Sprödigkeit durchzogen ist alles politische Handeln des liberalen Westen wie des vormals kommunistischen Ostens bis heute. Im liberalistischen Westen wird Staat überhaupt, wird Democracy als Zweckveranstaltung für die Individuen (d.h. alle Menschen anthropologisch-gesetzesförmig begriffen) gewertet zum Schutz und zur Erhaltung von Leben, Freiheit und Eigentum (so die Locke´sche Formel: Life, Liberty and Estate; in der Unabhängigkeitserklärung der USA ersetzte Jefferson das Eigentum (Estate) durch Pursuit of Happiness); im kommunistischen System erschien die eschatologische Formel erst des Sozialismus: Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Leistungen, dann des Kommunismus (als utopisches Zukunftsversprechen): Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen.

Sterblicher Gott

Diese rationalistischen Politikableitungen ignorieren letztlich das existentielle Grundproblem des Politischen, welches die anthropologisch-theologische Grundbefindlichkeit der Angst nicht ausklammern darf. Für Thomas Hobbes noch war der Leviathan nur ein sterblicher Gott; er wußte, daß eine politische Lösung ewig gefährdet ist und scheitern kann; er begriff seinen Staat nicht als endgültig.13 Das zwanzigste Jahrhundert ist hier bedeutend hoffärtiger geworden: von marxistischer Seite hör(t)en wir: »Der Marxismus ist allmächtig, weil er wahr ist«; Dwight Eisenhower äußerte in seiner Wahlkampagne 1952: »We are not the prisoners of history, we are a free people«, – und wurde von den damaligen Amerikanern in Mehrheit gewählt. Es wird, um Robert Musil zu paraphrasieren, »das große Loch der Seele mit Moral und Logik zugeschüttet«.14 Der so oft zu Unrecht fehlinterpretierte Satz des gläubigen Christen Otto von Bismarck: »Wir Deutsche fürchten Gott und sonst nichts in der Welt« ist mir als Kind bereits in der verniedlicht-bramarbasierenden Form einer Stickerei auf einem Tabaksbeutel das erste Mal vor Augen gekommen; das Aushalten historischer Kontingenz inmitten der politischen Sicherheitslösungen war verloren gegangen. Aushalten historischer Kontingenz aber bedeutet zu allererst, daß nicht die Systematik der politischen Lösungen den Kern ihrer Legitimation darstellt, also nicht das Generalisierte und Universalisierte in ihrem Anspruch, sondern die konkrete historische Einzigkeit ihres Daseins, – in moderner wissenschaftlicher Terminologie: ihre Situativität und Existentialität.

Die Mobilisierung von die Angst bändigenden Grundgefühlen der innerweltlichen Sicherheit kann nicht »grundlos« erfolgen, so stellten wir fest, im Sinne von Sun Tsus Geboten der Kriegskunst können nicht willkürlich durch bloße Psychologie (durch konsensuales Wahrheitskriterium) jeweils alle Zweifel zerstreut werden. Politische Sicherheit, die jeweils für konkrete Situationen Angst überwinden oder mindest hintanstellen hilft, muß an jeweilige Umstände der jeweiligen Lage anknüpfen und Schutz und Sicherheit plausibel zu mobilisieren gestatten durch situationsadäquate Antworten auf die Herausforderungen dieser Lagen. Ein großer Politologe deutscher Bildung und Ausbildung, Carl von Clausewitz, hat immer wieder vor Fertigrezepten der Strategie gewarnt und das dialektische Verhältnis zwischen Situation und politischem Täter betont. Und die jeweilige Lage muß illusionslos observiert werden, sonst gelangt man einfach zu falschen Strategien, die Sicherheit nur markieren, aber nicht bieten können. Bismarcks markiges Wort von den Deutschen, die nichts als Gott fürchten, hat ihn nicht vor dem cauchemar des coalitions blind gemacht.

Politische Lageanalyse

>Und damit gelangen wir zur ursprünglich gestellten, wesentlich politischen Frage zurück: Die Antwort auf das Problem, welchen Stellenwert »Angst« heute im Politischen hat und haben kann, ergibt sich nur aus der konkreten Analyse der konkreten Lage und den zu ihrer Beantwortung bereitstehenden oder angebotenen politischen Antworten. Hier war man in der Bundesrepublik Deutschland 1952 offenbar noch wahrhaftiger als später und heute; im Großen Brockhaus 1952 heißt es im Artikel »Angst« noch unverblümt: »Die allgemeine Unsicherheit nach dem Kriege hat zu einer bisher unerhörten Verbreitung der Angst mit entsprechender Steigerung der neurotischen Anfälligkeit geführt.« Schon im Brockhaus von 1976 findet sich nichts dergleichen von sozialer-und politischer Bezüglichkeit mehr; hier ist bereits alle Angst in bloße Psychologie aufgelöst. Der politische Beobachter erkennt und weiß aber: Die politische Grund-Lage Mitteleuropas, und damit auch die der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland, ist heute – vor wie nach dem Anschluß der ehemaligen DDR an den Geltungsbereich des Grundgesetzes 1989 – nach wie vor im Kern die geostrategische, verfassungspolitische und militärstrategische Ordnung der Sieger von 1945, sprich: Die Festlegungen von Teheran, Jalta und Potsdam in einer modifizierten Ausgestaltung gegenüber der, die sie unmittelbar nach Einstellung der Feindseligkeiten des Zweiten Weltkrieges durch den Zerfall der Siegerkoalition erfuhren. Diese Lage ist extrem unsicher, war in ihren Nahtstellen geradezu absurd, – wofür die Teilung einer Weltstadt wie Berlin und eines Volkes wie der Deutschen die beste Illustration darstellte. Eine Minimal-Politik, die, anknüpfend an diese hochriskante und absurde Grund-Situation, nichts anderes anstrebt als ein inhaltliches Fortschreiben dieses Status Quo, setzte also bereits, wenn dem allem entsprechend auch nur ein Minimum an Grundgefühl von Sicherheit mobilisiert werden sollte, auf Seiten der jeweils dafür Mobilisierten ein ganz erhebliches Ausmaß an Ertragen von historischer Kontingenz voraus, ein ganz erhebliches Vertrauen in die Überlebens- und Verteidigungskraft der betroffenen politischen Institutionen, ein besonders starkes Selbstvertrauen, eine ständige Wachheit, die Fähigkeit zum Aus-Halten von Grenzsituationen, wie es in ähnlicher Kontingenz und Risikobehaftetheit vielleicht im europäischen Umkreis noch der Bevölkerung Israels zugemutet und abverlangt wird.

Unter anderem auch deshalb – wegen der ans Absurde grenzenden Unhaltbarkeit der politischen Groß-Lage – verfaßte man das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland 1948/49 tatsächlich nur als ein Provisorium; auch darin wird unter anderem erkennbar und verstehbar, daß ein durchhaltendes Gefühl von Vorläufigkeit dieser Epoche einen billigen Vorwand für Verrat jeder Art verschaffte: allerdings sind die großen Verratsfälle dieser Epoche für die Heutigen mehr und mehr verdrängt worden, wie der des einstigen Verfassungsschutzpräsidenten Otto John.15

Den Deutschen von 1945/49 waren alle die erwähnten seelischen Grundstrukturen zum Aus- und Aufhalten in solcher Situation noch zumutbar; sie konnten gleichsam zum Aushalten gebracht werden im vollen Bewußtsein der Nähe von Cyclop, Vulkan und Acheron. Später ist dann diese, der nach wie vor gegebenen Lage entsprechende, Grundbefindlichkeit mehr und mehr verdrängt worden, so daß heute, zum einen, diese – im Grunde unverändert gebliebene – Groß-Lage als etwas unerhört Neues, Alarmierendes dargestellt werden kann und, dies zum zweiten, ihr gegenüber nunmehr nichts als »Angst« zur als politisch adäquat empfundenen Verhaltensweise gerät. Unbestechliche Beobachter der politischen Szene wissen jedoch, daß z.B. die militärstrategische und waffentechnische Lagebeschreibung 1945/49 nicht so unwahrscheinlich viel anders aussah als 1980/84, 1991/95 oder 2015/16; man kann sich unschwer erinnern, daß es ohne mich-Agitation, Kampf dem Atomtod-Bewegungen und neutralistische Positionen in der Deutschlandpolitik von eh und je seit Beginn der Nachkriegszeit an gegeben hat, in wellenförmig auf- und abebbender Bewegung.

Wenn heute eine größere Menge an Bewohnern der Bundesrepublik von Angst-Argumenten abwerbbar erscheint, so ist wohl auch dies nicht verallgemeinernd-universalisierend-systematisierend zu erklären, sondern bloß historisch. Aussteiger-Mentalität, Wertewandel, dominierende Ich-Schwäche erklären sich aus einer veränderten Sicht auf die gleichgebliebene Lage und dementsprechend veränderter Bereitschaft, sich zur Leistung von Sicherheit mobilisieren zu lassen. Eine entscheidende Rolle scheint mir dabei die Ablösung der Generationen zu spielen, dies aber nicht im nur biologischen Sinne als vielmehr im Sinne der Ablösung von Kohorten (politischen Jahrgängen) mit bestimmter historischer Sozialisation durch solche mit anderer historisch-politischer Grundausstattung, auch anderer politischer Bildung.16

Eine brillante Untersuchung dieses, generationsmäßig bedingten, Wertewandels hat in der – sicherlich der zu jener Zeit regierenden Koalition nicht fernstehenden – Zeitschrift Die politische Meinung ihr Chefredakteur Ludolf Herrmann unter dem Titel »Hitler, Bonn und die Wende – Wie die Bundesrepublik ihre Lebenskraft zurückgewinnen kann« geleistet.17

»Jedermann in der Bundesrepublik«, so heißt es dort, »der über den Zeitungsrand hinaus zu denken vermag, hat gespürt und spürt bis heute, daß dieser von allen historischen Wettern durchgeschüttelte Staat am Ende einer Epoche steht. Nicht nur Persönlichkeiten und Parteiprogramme haben sich verbraucht, ein ganzes Ideenarsenal ist schal geworden.« Positiv wird die Äußerung einer Schwedin zitiert: »In gewisser Hinsicht bedeutet die Studentenrevolution 1968 eine tiefere intellektuelle Zäsur in Westdeutschland als der Zusammenbruch 1945.« – Gegen alle vorschnellen Generalisierungen und Universalisierungen (auf Niveau westlicher Demokratien oder gar kulturpessimistisch globalisiert auf Menschheitsniveau) wird gewarnt: »Übrigens handelt es sich dabei nicht um ein Zivilisationsphänomen, um etwas, was alle Industriestaaten in gleicher Weise betrifft … Wir haben es hier mit einem deutschen Phänomen zu tun, das insofern erklärungsbedürftig ist.«

Ludolf Herrmann weist, wie auch wir es taten, darauf hin, daß nach 1945 zunächst keinesfalls eine Tabula rasa aufgefunden werden konnte: »Wer von der Stunde Null oder gar von der ›Gnade des Nullpunkts‹ spricht, der verkennt die damalige Lage. Deutschland erhob sich aus einer tiefen Verirrung, es fand sich besiegt, geteilt und fremdem Willen ausgeliefert. Aber orientierungslos empfand man sich nicht. Moralisch existierte Deutschland nach dem Zusammenbruch nicht im Nirwana. Die Kraft zum Wiederaufbau wurde nicht erst durch eire ohnehin problematische Umerziehung eingepflanzt. Sie war da und bedurfte nur der organisatorischen Freisetzung, um das Wirtschaftswunder zu vollbringen.« Gegen den Nationalsozialismus wird geltend gemacht: »Hinter diesen Blendarkaden einer völkischen Scheinarchitektur gelang es ihm nicht, das vorhandene Mauerwerk zu zerstören und die tief gegründeten Fundamente zu versetzen. Der Nationalsozialismus war nicht nur Faschismus in seiner Epoche, sondern auch deutsche Geschichte.« – Für die Gegenwart wird dann diagnostiziert: »Heute sind diese Kräfte erlahmt … Im raschen Absinken fanden wir, was 250 Jahre lang als bürgerliche Tugend gepflegt worden war. Der Abbau vollzog sich in der Arbeiterschaft, aber darüber hinaus in allen Bevölkerungsschichten und immer am radikalsten bei der jungen Generation.« – Und als Ursache wird dingfest gemacht: »Das Problem war nicht die Zerstörung der gewachsenen Traditionen, sondern deren Sequestrierung … Der 1968er Aufstand gegen law and order, gegen das, was man bis dahin bewundernd im Ausland als ›die deutschen Tugenden‹ für das Wirtschaftswunder verantwortlich gemacht hatte, war nicht zuletzt das Ergebnis dieser kritischen Befragung dieser Tradition.«

Und zum Schluß heißt es dann: »Es wird Jahre dauern, ehe wir den permanenten Verdacht gegen uns selbst, die Allergie gegen unsere Eigenarten, die Unfähigkeit, wir selbst zu sein, ausgestanden haben werden.«

Umsetzung von Lageerkenntnis in Handeln

Die Antwort auf unsere Frage, warum das menschliche Grundexistenzial der Angst heute in der Bundesrepublik Deutschland soviel eher und umfangreicher politisch zu mobilisieren ist als etwa unmittelbar nach dem Zweiten Weltkriege, als die strategische Groß-Lage schon nicht anders war als heute, aber das Volk ausgeblutet war und seine Heim- und Arbeitsstätten in Trümmer liegend vorfand, – die Antwort darauf vermöchte ich nicht besser zu geben als der CDU-Publizist Ludolf Herrmann. »Die Wende, die die Bundesrepublik benötigt, muß in der Tiefe ihres historischen Selbstverständnisses errungen werden.« Erst wenn das überwunden ist, Staat im Wesentlichen nur als Versorgungs- und Entsorgungs-Politik zur Sicherung der Individuen zu sehen, inklusive einer Produktion innerer und äußerer Sicherheit, erst wenn als primär wieder empfunden wird die Antwort auf die Frage: Wessen Staat ist dies? (einst: Der Staat der Deutschen!) und nicht die Antwort auf die vorschnell universalisierende und globalisierende Frage: Was für ein Staat ist dies?, – erst dann ist überhaupt einmal die Bedingung der Möglichkeit wieder geschaffen, um andere Grundbefindlichkeiten gegen die Angst politisch zu mobilisieren. Das Annehmen der politischen Antwort setzt das Annehmen der politischen Lage aber voraus. Beides jedoch kann nicht vom Ertragen jener Kontingenz entlastet werden, aus der letztlich auch religiöser Glaube nicht endgültig befreit und erlöst. Keine politische Ordnung – und politische Bildung – kann à la Sun Tsu sich unterfangen, Sicherheitsgefühle dadurch zu mobilisieren, daß alle Zweifel zerstreut werden.

Das ist schon für glückliche Lagen eine hybride Übersteigerung politischer Möglichkeiten; für die prekäre und ans Absurde grenzende Lage der Deutschen ist das heute so wenig vollziehbar, wie es in der Zeit 1945 bis 49 war. Die Existenz als Deutsche – oder wie man sonst immer das politische Existenzial der in der Mitte Europas derzeit lebenden Bevölkerung definieren mag – ist damals wie heute von gefährdetster Kontingenz und damit ungesichertstem Risiko durchzogen. Daß Zweifel und Angst sich in solcher Lage in den Seelen der Subjekte breitmachen, ist nur natürlich.

Dem jedoch bloß schlicht und ergeben stattgeben, bedeutet nicht das Betreiben einer Politik auf Basis von Ängsten, sondern das Aufgeben von Politik überhaupt. Die Umsetzung von Lageerkenntnis in Handeln erfordert für die geostrategische Mitte Europas in ihrer Lage seit dem Zweiten Weltkrieg die Mobilisierung politischer Tugenden auf Massenbasis in bisher nie gekannten Umfang, kann es doch nicht um das einfache Fortschreiben eines in seiner Grundstruktur durchaus tolerablen Status Quo gehen, sondern nur um die allmähliche Änderung eines in sich absurden, weil Frieden nicht nur gefährdenden, sondern unmöglich machenden Status Quo.

Nur mit einer solchen Zielsetzung wird schließlich Politik in solcher Lage Angst zwar nicht endgültig verdrängen, aber doch in ihre historischen Grenzen weisen können; gegen die schiere Angst gilt es zu mobilisieren die guten alten politischen Tugenden wie einst und ehedem: schlau wie die Füchse und kühn wie die Löwen sein, – dazu aber noch dies alles in Geduld zu üben, und auf der Grundlage einer Bescheidenheit, die politischen Schutz und Sicherheit nicht mit Erlösung von allem Übel verwechselt.

1 Franz Alt: Frieden ist möglich. Die Politik der Bergpredigt. München/Zürich 1983. Ebensowenig theologisch, sondern politisch gemeint ist die Antwort darauf von Manfred Hättich: Weltfrieden durch Friedfertigkeit? München 1983.

2 Arnold Gehlen: Der Mensch, seine Natur und seine Stellung in der Welt. Berlin 1940, und ders.: Die Seele im technischen Zeitalter. Sozialpsychologische Probleme der industriellen Gesellschaft. Tübingen 1949 (erweiterte Auflage Hamburg 1957).

3 Sören Kierkegaard: Der Begriff der Angst. Unter dem Pseudonym Fidelius Haufniensis herausgegeben Kopenhagen 1844 mit dem bezeichnenden Untertitel: Eine simple psychologisch-wegweisende Untersuchung in der Richtung auf das dogmatische Problem der Erbsünde. Deutsch Jena 1912 (Gesammelte Werke bei Diederichs).

4 Vgl. Eugen Biser: Sinnfindung im Schatten der Lebensangst. Vortrag vor der Hanns Seidel Stiftung. Manuskript S. 24.

5 Friedrich v. Gottl-Ottlilienfeld: »Wirtschaft und Technik«, in: Grundriß der Sozialökonomik, II. Abteilung, Tübingen 1914.

6 Thomas Hobbes: Vom Bürger. I. Kapitel. Deutsch in der Übersetzung von Frischeisen-Köhler. Nachdruck Leipzig 1949 S.79. – Großer Brockhaus in 16 Bänden, 1. Band, Artikel »Angst«, Berlin und Wien 1892. – Zur Rolle der Furcht in Hobbes System siehe weiter unten.

7 Bernard Willms: »Die sieben Todsünden gegen die deutsche Identität«, in: Criticón Nr. 78 Juli/August 1983 S.157ff, hier S.161.

8 Thomas Hobbes: Vom Bürger. a.a.0.; ders.: Leviathan. Ed. Michael Oakeshott, Collier Book, 1962, in »A Review, and Conclusion«, S. 5.

9 Sun Tsu (oder Sun Tze): Die 13 Gebote der Kriegskunst. Deutsch mit einer Einleitung von Günter Maschke. München 1972, XI/11, S. 82.

10 Zu diesem christlichen Geschichtsbild, das etwa das Werk des Otto von Freising beherrscht, vgl. z.B. Carl Schmitt: Der Nomos der Erde im Völkerrecht des Jus Publicum Europaeum. Köln 1950, S. 55.

11 Vgl. dazu Hanno Kesting: Geschichtsphilosophie und Weltbürgerkrieg. Deutungen der Geschichte von der Französischen Revolution bis zum Ost-West-Konflikt. Heidelberg 1959.

12 Thomas Hobbes: Vom Bürger. a.a.0.

13 Die Interpretation von Hobbes stellt sich gerade heute, nach einer neuen Welle von Exegesen, wieder strittig dar. Wir halten uns an die ausgezeichnete Auslegung von Irene Coltman: Private Men and Public causes. Philosophy and Politics in the English Civil War. London 1962; Part II: Liberalism and Subversion, p. 133ff.

14 Zu den begrifflichen Voraussetzungen und Folgen einer auf doktrinärer Geschichtstheorie fußenden Politik siehe Bernard Willms: »Weltbürgerkrieg und Nationalstaat – Thomas Hobbes, Friedrich Meinecke und die Möglichkeit der Geschichtsphilosophie im 20. Jahrhundert«. Überarbeitete Fassung eines Vortrages vor der Siemensstiftung München, in: Der Staat, Band 22, 1983, Heft 4, S.499ff. – Der Satz von Musil ist eine Kapitelüberschrift aus dem »Mann ohne Eigenschaften«.

15 Fast schockierend kann deshalb die Bemerkung in einer Geschichte der Bundesrepublik Deutschland wirken, wenn Hans-Peter Schwarz (in: Die Ära Adenauer – Gründerjahre der Republik 1949-1957. Mit einem einleitenden Essay von Theodor Eschenburg. S. 236) von dem »beklemmenden Eindruck« berichtet, »… daß man in dem scheinbar so gesicherten Bonner Staat eine Kulissenwelt vor sich habe …«

16 Vgl. dazu Hans-Joachim Arndt: »Über die Belastbarkeit der Deutschen im Falle ihres Rückrufs in die Geschichte«, in: Criticón 60/61, Juli/Oktober 1980, S. 163-172; online unter https://scholien.wordpress.com/lizentiatur/2015041-2/

17 Ludolf Herrmann: »Hitler, Bonn und die Wende – Wie die Bundesrepublik ihre Lebenskraft zurückgewinnen kann«, in: Die politische Meinung Nr. 209/1983, S.13ff.

Autor: Hans-Joachim Arndt
Titel: Angst und Politik
Vortrag vor der Hanns-Seidel-Stiftung am 15.10.1983 in Wildbad Kreuth;
aktualisiert von Markus Klein
„Scholien aus San Casciano“ – ISSN 2199-3548 – ID 2016088
URL: https://scholien.wordpress.com/lizentiatur/praecetum/2016076-2/2016088-2/ ‎
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